Fachbereiche

Sprachen

Am HBG werde folgende Sprachen gelehrt:

Wer Sprache beherrscht, kann sich ausdrücken, mitreden und die Welt besser verstehen – und genau das ist das Ziel des Deutschunterrichts.

Im Deutschunterricht geht’s um Sprechen und Zuhören, Schreiben und Lesen sowie den Umgang mit Texten und Medien – kurz gesagt: um Sprache in all ihren Facetten.

Du lernst, Texte zu verstehen und selbst zu gestalten, Gedanken klar auszudrücken und kreativ mit Worten umzugehen. Sprache kann nämlich mehr, als nur zu informieren – sie bewegt, begeistert und verbindet. Ob spannende Geschichten, Gedichte oder Theaterstücke: Im Laufe der Schuljahre entdeckst du die Welt der Literatur und entwickelst dabei nicht nur dein Sprachgefühl, sondern auch deine Persönlichkeit und dein Weltverständnis.

„Die Sprache kann der letzte Hort der Freiheit sein.“

Heinrich Böll

Im nächsten Abschnitt findest du genauere Informationen zu den einzelnen Klassenstufen.

Am Ende deiner Schulzeit wirst du merken: Sprache ist nicht nur ein Schulfach – sie ist der Schlüssel, um dich auszudrücken, andere zu verstehen und die Welt mitzugestalten.

„Sprache verbindet – Englisch am Heinrich-Böll Gymnasium“
 

Dem Leitgedanken „Sprache verbindet“ folgt der Englischunterricht am Heinrich-Böll Gymnasium. Das Fach Englisch bietet unseren Schüler*innen die Möglichkeit, sich in einer globalisierten Welt sprachlich zu bewegen und interkulturelle Kompetenzen zu entwickeln. Vom Erlernen der Grundlagen bis hin zur Vertiefung anspruchsvoller sprachlicher Fertigkeiten eröffnet der Englischunterricht am HBG eine vielfältige Reise durch die englischsprachige Welt.

Die Lernenden haben die Gelegenheit, ihre Sprachkenntnisse in praxisorientierten, kommunikativen Unterrichtseinheiten zu vertiefen. Themenbezogene Projekte, wie beispielsweise die Simulation von englischsprachigen Situationen im Alltag oder die Erstellung eigener englischsprachiger Präsentationen, fördern nicht nur die Sprachkompetenz, sondern ermöglichen auch einen Einblick in die Kultur und Lebensweise englischsprachiger Länder.

Durch die Integration moderner Medien und innovativer Lehrmethoden wird der Englischunterricht am Heinrich-Böll Gymnasium lebendig und zeitgemäß gestaltet. Die Nutzung von digitalen Ressourcen, interaktiven Lernplattformen und authentischen Materialien trägt dazu bei, unseren Schüler*innen einen praxisnahen und lebensweltbezogenen Zugang zur englischen Sprache zu ermöglichen.

Verschiedene Möglichkeiten des „Lernens am anderen Ort“,wie beispielsweise Schüleraustauschprogramme, eine Reise zur “language farm“ oder eine Reise zu Gastfamilien nach England bieten den Schüler*innen die Möglichkeit der direkten Begegnung mit Sprache und Kultur.

Die Absolvent*innen des Englischunterrichts am Heinrich-Böll-Gymnasium sind nicht nur sprachlich kompetent, sondern auch sensibilisiert für die kulturelle Vielfalt unserer Welt. Englisch als Weltsprache öffnet ihnen Türen zu internationalen Möglichkeiten und trägt dazu bei, dass sie die Herausforderungen der globalen Welt souverän meistern können.

„Language is a road map of a culture. It tells you where its people come from and where they are going.“

Rita Mae Brown, amerikanische Schriftstellerin

Am Heinrich-Böll-Gymnasium gibt es die Möglichkeit, Französisch als zweite Fremdsprache ab der Klassenstufe 6 zu wählen. Bereits im Anfangsunterricht stehen das Sprechen und das Kommunizieren mit Anderen im Fokus. Das Herleiten der Vokabeln aus bekannten Sprachen erleichtert das Lernen dieser formenreichen Sprache. Durch Unterrichtsprojekte, z. B. „Französisch in unserer Stadt“, kleine Theaterstücke und aktuelle Musik wird der Unterricht abwechslungsreich und interessant gestaltet. Zudem eröffnen sich mithilfe der Digitalisierung vielfältige Möglichkeiten, wie virtuelle Austauschprojekte mit französischen Partnerklassen, um die Motivation und Authentizität zu steigern.

Doch auch außerhalb des Klassenzimmers kann man die Sprachkenntnisse erweitern. Mutige Schüler jeder Klassenstufe wagen die DELF-Prüfung und erwerben damit das international anerkannteste Sprachendiplom für Französisch in unterschiedlichen Niveaustufen. Angebote des Deutsch-Französischen-Jugendwerks und des Institut français in Leipzig werden ebenfalls gern genutzt, um den Unterricht lebensnah zu gestalten.

Wer in der Schule fremde Sprachen lernt, bemerkt häufig Ähnlichkeiten zwischen der neuen Sprache und der eigenen Muttersprache. Wenn man z.B. deutsch spricht und Englisch lernt, sind besonders am Anfang eine ganze Reihe von Vokabeln leicht zu lernen, weil sie eine direkte deutsche Entsprechung haben. Doch auch wer Latein lernt, stößt auf viele ähnliche Wörter und Konstruktionen, die das Wortschatz- und Grammatiklernen sehr erleichtern und auch die muttersprachliche Kompetenz signifikant steigern. Und das nicht nur im Anfangsunterricht.

Am Heinrich-Böll-Gymnasium wird Latein als zweite Fremdsprache ab der 6. Klasse gelernt. Im Lateinunterricht stehen neben einer fundierten sprachlichen Ausbildung besonders die fächerverbindenden Aspekte im Fokus jeder Unterrichtsstunde. In gewisser Weise sind ja auch die Römer Vorfahren der Deutschen, denn sie siedelten im heutigen deutschsprachigen Raum und haben die Kultur und Sprache der dortigen Bevölkerung vielfach und maßgeblich beeinflusst. Darüber hinaus kann die Bedeutung des Lateinischen als Mutter der romanischen Sprachen und im Bereich der Wissenschaften nicht hoch genug geschätzt werden.

Doch auch in der gymnasialen Oberstufe kann Latein als neu einsetzende Fremdsprache ab der 10. Klasse belegt werden. Durch die erfolgreiche Teilnahme an einer Besonderen Prüfung können auch diese Schülerinnen und Schüler das Latinum erreichen, das bei Beginn ab der 5. Klasse nach erfolgreichem achtjährigem Unterricht ohne Teilnahme an einer Prüfung zuerkannt wird und direkt auf dem Reifezeugnis vermerkt wird.

Spanisch ist eine der am meisten gesprochenen Sprachen der Welt. Mit ca. 540 Millionen Muttersprachlern steht es in der Rangliste der Weltsprachen an 2. Stelle. In 21 Ländern Europas, Lateinamerikas und Afrikas gilt Spanisch als offizielle Sprache, die ebenso in der internationalen Politik, in der Wirtschaft, im Sport, im Tourismus und in der Kultur einen wichtigen Platz einnimmt. Deshalb wird auch an unserer Schule Spanisch als Unterrichtsfach angeboten und ab Klasse 6 als 2. Fremdsprache unterrichtet.

Im ersten Jahr lernen die Schülerinnen und Schüler die spanische Sprache über Themen kennen, die ihr unmittelbares Umfeld betreffen. Sie sprechen u. a. über sich, ihre Familie, ihre Freunde, ihre Freizeit und ihren Wohnort.

In Klasse 7 und 8 erwerben die Schülerinnen und Schüler entsprechende sprachliche Mittel, um sich über Themen austauschen zu können, die über ihren persönlichen Lebensraum hinausgehen. Dazu gehören Bräuche, Gewohnheiten und andere landeskundliche Themen der spanischsprachigen Welt in Europa sowie in Lateinamerika.

Ab Klasse 9 werden benannte Themen in ihrem Umfang erweitert und zudem kulturelle, gesellschaftliche und geschichtlicher Aspekte ausgewählter spanischsprachiger Länder betrachtet und mit denen in unserem Land verglichen.

Der Unterricht verläuft kommunikationsorientiert, schülerzentriert und besonders in den ersten Lernjahren spielerisch. Mit zunehmend authentischen Lese- und Hörtexten werden die Lernenden Schritt für Schritt an reale Kommunikationssituationen herangeführt. Über Wort und Schrift entwickeln sie die Fähigkeit, sich immer komplexer im Spanischen auszudrücken.

Für besonders motivierte Schüler*innen besteht die Möglichkeit, die Besondere Leistungsfeststellung am Ende von Klasse 10 im Fach Spanisch abzulegen.

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Deutsch als Zweitsprache

Aus der Erkenntnis heraus, dass Sprache eine Schlüsselqualifikation ist, die den Erfolg in der Schule bestimmt, haben Kinder mit nichtdeutscher Herkunftssprache die Möglichkeit, durch die Teilnahme am DaZ-Unterricht ihre Sprachkenntnisse in Deutsch auszubauen und zu vertiefen. Den Unterricht empfehlen wir besonders Schülerinnen und Schülern, in deren Elternhaus nicht Deutsch als Muttersprache gesprochen wird, auch wenn die Kinder die deutsche Alltagssprache selbstsicher gebrauchen, denn auf den weiterführenden Schulen wird mit zunehmender Klassenstufe mehr als nur Alltagssprache benötigt.

Allgemeines Ziel des DaZ-Unterrichtes ist es, Sicherheit in der Verwendung der deutschen Sprache zu erlangen, damit die Schüler*innen den fachsprachlichen Anforderungen im Regelunterricht selbständig und erfolgreich begegnen können. Am Gymnasium hat der DaZ-Unterricht eine begleitende und beratende Funktion. Das bedeutet, dass je nach Bedarf und in Absprache mit der Fachlehrkraft Unterstützung beim Verständnis und der korrekten Verwendung der Fachsprache auf der Ebene des Wortschatzes, der Grammatik, des Satzbaus usw. geboten wird. Auch an der Erweiterung der allgemeinen Ausdrucksfähigkeit zur Bewältigung komplexer kommunikativer Situationen wird gearbeitet.

Die Vielseitigkeit des MINT-Angebots unserer Schule ergibt sich aus dem Zusammenwirken der Fächer Mathematik, Biologie, Chemie, Physik, Astronomie, Informatik, Medienkunde, Mensch-Natur-Technik sowie Naturwissenschaft und Technik. Neben der Beschäftigung mit fachlicher Theorie zielt der Unterricht darauf ab, forschendes Lernen zu ermöglichen und das kritische Denken unserer Schüler*innen auszubilden.

Die Förderung des Interesses der Jugendlichen an mathematischen, technischen sowie naturwissenschaftlichen Problemen steht im Fokus des gemeinsamen Unterrichts. So werden Verbindungen zum Alltag geschaffen, spannende Fallbeispiele unter die Lupe genommen und projektorientierte Aufgaben bearbeitet.
Im Rahmen der Durchführung von Wettbewerben wie der Mathematik-Olympiade oder der Landesolympiaden Biologie & Physik möchten wir die Position der MINT-Fächer im schulischen Alltag stärken. Die Formate „Jugend forscht“ und „Jugend präsentiert“, in denen unsere Lehrkräfte sich fort- und
weiterbilden, beweisen die Lebendigkeit der Wissenschaft und integrieren diese in den Schulalltag.

Willkommen bei der Fachschaft Mathematik! Unser Ziel ist es, die Freude und Neugier der Schüler*innen für Mathematik zu wecken und zu fördern. Mit modernen technischen Mitteln gestalten wir anschaulichen und interaktiven Unterricht. Wir setzen auch auf Gruppen- und Stationsarbeit, den Einsatz von iPads und spielerische Anwendungen wie zum Beispiel mathematische Escape Rooms.

Die Mathematiklehrer des HBG arbeiten eng zusammen und stimmen ihre Unterrichtsplanung aufeinander ab. Sie erarbeiten gemeinsam Leistungserhebungen und fördern mathematisch begabte Schüler*innen durch die Schulmathematikolympiade sowie die Teilnahme an Kreis- und Landesolympiaden. Zusätzlich unterstützen Schüler*innen der gymnasialen Oberstufe ihre jüngeren Mitschüler*innen bei Hausaufgaben und dem vertiefenden Verständnis der Unterrichtsinhalte.

Wir nutzen intensiv die Thüringer Schulcloud (TSC), um Unterrichtsinhalte bereitzustellen und Schüler*innen die Möglichkeit zu geben, sich selbstständig und zielgerichtet auf Arbeiten und Prüfungen vorzubereiten.

Der Mathematikunterricht am Heinrich-Böll- Gymnasium ist modern, praxisnah und spannend gestaltet und bereitet die Schüler*innen optimal auf ihre schulische und berufliche Zukunft vor.

Das Universum der Naturwissenschaften eröffnet sich den Schüler*innen der Thüringer Gymnasien im Rahmen des Faches Mensch-Natur-Technik (MNT). In den Klassenstufen 5 und 6 zielt dieses darauf ab, Wissen und vor allem Können im naturwissenschaftlichen Bereich zu vermitteln. 

Durch die Vereinigung der Fächer Physik, Chemie und Biologie haben die Kinder die Möglichkeit, Sachverhalte und Beobachtungen aus dem Leben zu verstehen. Sie erlernen nicht nur fachwissenschaftliche Inhalte zu Flora und Fauna sowie physikalische und chemische Grundlagen, sondern erforschen diese auch aktiv. Die Basis dafür bildet die Reise in unser schulisches Forschungslabor voller spannender Geräte und Materialien, die zum Beobachten, Anfassen und Experimentieren einladen. Immer wieder werden die Inhalte des Faches MNT hier veranschaulicht, nachvollzogen und selbstständig erforscht, sodass unsere Schüler*innen ab Klassenstufe 7 das Handwerkszeug haben, um in den einzelnen naturwissenschaftlichen Fachgebieten zu bestehen.

 

Die „Lehre vom Leben“ lernen unsere Schüler*innen ab Klassenstufe 7 im Fach Biologie kennen. Wie der Name verspricht, soll auch der Unterricht in diesem Fach gestaltet sein: lebendig und lebensnah. So wird unseren Schüler*innen im Rahmen eines informativen und forschenden Lernens das Leben, was sie tagtäglich umgibt, verständlich gemacht.

Die im Fach MNT vermittelten Methoden und Inhalte in der Biologie werden vertieft. Beginnend mit einem Exkurs in die Organisationsebenen des Lebens vom Einzeller bis hin zum Organismus, lernen die Schüler*innen wirbellose Tiere kennen und widmen sich dem menschlichen Körper mit seinen Organsystemen. 

Ab Klassenstufe 9 erfolgt das Lernen mit dem iPad. Digitale Ressourcen sowie analoge Präsentationsmittel werden genutzt, um das Leben auf der Erde begreiflich zu machen. Mit Hilfe des Mikroskops und interaktiver Lernmöglichkeiten tauchen wir in die zelluläre Ebene der Stoff- und Energiewechselwege ein, um später durch Fachexkursionen, Beobachtungen und Analysen die Komplexität der Ökosysteme um uns herum zu verstehen. In Klassenstufe 10 erlernen die Schüler*innen die Grundlagen der Vererbung in Form genetischer Grundkenntnisse. 

Nach bestandener BLF gilt es, sich in der Oberstufe tiefer mit den bereits bekannten Themen auseinanderzusetzen. Anwendungsaufgaben, Experimente und die Auseinandersetzung mit Fachliteratur bereiten unsere Schüler*innen sowohl auf das Abitur als auch auf die bevorstehende universitäre Ausbildung vor.

In der faszinierenden Welt der Chemie erkunden unsere Schüler*innen am HBG die grundlegenden Bausteine unserer Welt. Wie der Begründer der modernen Chemie Antoine Lavoisier treffend sagte: „Nichts wird erzeugt, nichts vergeht, alles wandelt sich.“

Im Verlauf der Schuljahre werden die Schüler*innen durch eine forschend-entwickelnde Unterrichtsgestaltung sukzessive in die Geheimnisse der Chemie eingeführt. In der siebten Klasse liegt der Fokus auf der Erforschung von Stoffen und Teilchen sowie dem grundlegenden Ablauf chemischer Reaktionen. In der Klasse 8 erweitern die Schüler*innen ihr Wissen über Metalle, untersuchen verschiedene Methoden zur Gewinnung und Aufbereitung dieser und lernen dabei erste Reaktionsarten kennen. Ein zweiter Fokus in dieser Jahrgangsstufe liegt auf der Betrachtung der Stoffklassen von Säuren und Basen, die jedermann aus dem Alltag z.B. in Form von saurem Obst oder basischen Haushaltsreiniger bekannt sind.

Mit dem Fortschreiten in die neunte Klasse erlangen die Schüler*innen erste Einblicke in die Vorgänge der organischen Chemie. Wie werden aus Erdöl Kunststoffe hergestellt? Was genau ist Alkohol und wie wirkt er auf den Organismus? Wie wird der Geschmacksstoff für Bonbons hergestellt? Dank der iPads lassen sich diese Bereiche nicht nur experimentell sonder auch virtuell untersuchen. In Klasse 10 wird ein Schwerpunkt auf die Stickstoffchemie gelegt und technische Herstellungsverfahren von Ammoniak und Düngemitteln werden erkundet.

Verschiedene Exkursionen, beispielsweise in das Saalfelder Klärwerk, das Stahlwerk Unterwellenborn und in die Labore des chemischen Instituts der Universität Jena, ergänzen den Unterricht um praktische Zugänge, eröffnen den Schülerinnen und Schülern die Möglichkeit, das Gelernte in der realen Welt zu erleben und bieten somit auch Einblicke in potenzielle Berufsfelder.

Für interessierte und ambitionierte Schüler*innen bestehen in jeder Jahrgangsstufe Möglichkeiten zur Teilnahme an verschiedenen Wettbewerben wie Chemie – die stimmt!, der internationalen Chemie-Olympiade (IChO) und Jugend forscht. Diese Wettbewerbe bieten eine Plattform, um das gesammelte Wissen anzuwenden, zu vertiefen und sich in herausfordernden Wettbewerbsumgebungen zu beweisen.

Im Fach Physik erwartet die Schüler*innen eine faszinierende Reise durch die grundlegenden Prinzipien der Naturwissenschaften. Durch praxisnahe Experimente werden theoretische Konzepte gerade in den unteren Klassenstufen greifbar und ermöglichen den Schüler*innen die Entwicklung eines tieferen Verständnisses für physikalische Phänomene.

In den älteren Klassenstufen wird dieses Grundverständnis theoretisch untermauert und mathematisch unterlegt. Dabei werden historische, wie auch moderne Anwendungen und Technologien eingebunden, um die Relevanz des Fachs für den Alltag und die Gesellschaft zu verdeutlichen. So wird beispielsweise in den 10. Klassen die Thematik Kernenergie über mehrere Stunden theoretisch so eingeführt, dass sich die Schülerinnen und Schüler am Ende der Unterrichtsreihe über eine Diskussionsrunde selbst eine sowohl kritische als auch faktenbasierte Meinung bilden können.

Die Förderung von Problemlösungskompetenzen und analytischem Denken stehen im Fokus, um optimal auf weiterführende Studienrichtungen oder berufliche Perspektiven vorzubereiten.

Ab Klasse 9 arbeiten wir in der Physik selbstverständlich im Unterricht auch mit den IPads. So werden herkömmliche Experimente durch virtuelle ergänzt. Auf diese Weise können etliche Versuche individuell nachempfunden werden, die vorher nur theoretisch erklärbar oder per Video vorführbar waren. Insbesondere in der Oberstufe werden Messwerte zudem mithilfe von Tabellenkalkulation ausgewertet, sodass auch hier ein Praxisbezug zur erwartenden Lebenswelt der Schüler*innen forciert wird.

„Geschichte erlebbar machen“

Diesem Prinzip folgt der Geschichtsunterricht am Heinrich-Böll-Gymnasium. Von der Steinzeit bis zur jüngsten deutschen Geschichte bietet sich eine Bandbreite an Themen zum Anknüpfen an den Alltag der Schüler*innen in Form von kreativem Unterricht und verschiedenen historischen Projekten, z.B. Kind sein früher und heute, Werkzeuge der Steinzeitmenschen anfassen, entdecken und eigene Höhlenmalereien gestalten, römische Münzen entschlüsseln, sich auf Spurensuche zum Mittelalter am Beispiel der Saalfelder Stadtgeschichte begeben, sich mit dem Widerstand gegen den Nationalsozialismus anhand eines Computerspiels auseinandersetzen und vieles mehr.

Durch zahlreiche Exkursionen begegnen die Schüler*innen Geschichte an historischen Orten und gewinnen dabei Kenntnisse, Erkenntnisse und Einsichten über ihre eigene Lebenswelt. Unter anderem führen uns die Reisen in das Museum für Ur- und Frühgeschichte nach Weimar, ins Stadtmuseum Saalfeld sowie in die KZ-Gedenkstätten „Laura“ und Buchenwald. Aber auch im Klassenzimmer lernen die Schüler*innen sowohl spielerisch als auch durch die Arbeit mit verschiedenen Quellen, sich in der Geschichte zu orientieren.

Zusätzlich gibt es am Schuljahresabschluss für Geschichtsinteressierte die Möglichkeit, an historischen Projekten teilzunehmen oder diese sogar selbst mitzugestalten.

„Wer die Vergangenheit nicht kennt, kann die Gegenwart nicht verstehen und die Zukunft nicht gestalten.“

Helmut Kohl

Um auch in einer komplizierten politischen Weltlage kompetente Urteile fällen und qualifizierte Entscheidungen treffen zu können, ist politische Mündigkeit elementar wichtig. Die dafür notwendigen Fähigkeiten zu entwickeln, ist das Kernziel des Sozialkundeunterrichts am Heinrich-Böll-Gymnasium. Denn nur mündige Bürger*innen können selbstbestimmt Verantwortung für sich selbst und für die Gesellschaft übernehmen.

Das Fach Sozialkunde beginnt ab der neunten Klassenstufe, wobei hier zunächst die Demokratie an sich sowie die Funktionsweise des politischen Systems der Bundesrepublik Deutschlands und Thüringens im Fokus stehen. Passend dazu ermöglichen Besuche des Thüringer Landtags in der neunten und des Bundestags in der zehnten Klasse einen Einblick in die praktische Arbeit eines Parlaments sowohl auf landespolitischer als auch auf bundespolitischer Ebene. Durch inhaltliche Vor- und Nachbereitung im Rahmen des Sozialkundeunterrichts werden praxisorientierte und gewinnbringende Einblicke in die parlamentarische Arbeit der deutschen Demokratie gewonnen.

In der gymnasialen Oberstufe kann Sozialkunde als Gesellschaftswissenschaft grundlegend oder vertieft angewählt werden und bietet vielschichtige Perspektiven auf politische Phänomene mit Bezug zu aktuellen Problemen und Diskursen.

Einen besonderen Erfolg erlangten im Jahr 2021 eine Gruppe von Böllianern im Fach Sozialkunde, deren Projekt mit dem Thüringer Demokratiepreis ausgezeichnet wurde. Auch im Sinne der Verknüpfung von Theorie und Praxis bemüht sich die Fachschaft um eine fortgesetzte regelmäßige Teilnahme an diesem und anderen Wettbewerben.

Ethik ist ein Teilgebiet der Philosophie. Sie beantwortet uns Fragen, wie wir uns bspw. im Alltag gut verhalten, mit anderen zurechtkommen und fair und gerecht miteinander umgehen. Dabei beschäftigen wir uns z.B. mit der Goldenen Regel, Konflikten, dem Gewissen, dem Erwachsenwerden, der Verantwortung des Menschen gegenüber Technik, Natur und den Tieren, Sterben und Tod oder den Weltreligionen. Die Ethik widmet sich also beinah allen großen Grundfragen menschlichen Lebens.

Durch zahlreiche Exkursionen erleben die Schüler*innen Ethik im Alltag, bspw. anhand des Besuches der Alten Synagoge in Erfurt oder des Stadtmuseums Saalfeld zum Thema „Kinderarbeit“.

Die Schüler*innen üben sich im Halten philosophischer Reden oder Erstellen eines ethischen Podcasts, sie argumentieren in Talkshows oder interviewen einander, um gutes Argumentieren zu üben und lernen dabei, dass es nicht auf jede Frage immer eine einzige richtige oder falsche Antwort gibt. So verstehen sie mehr und mehr, ihren eigenen Standpunkt mit begründeten Argumenten zu stützen.

Ein ganz Großer der Philosophie hat das einmal so zusammengefasst:

„Was kann ich wissen? Was soll ich tun? Was darf ich hoffen? Was ist der Mensch?“

Immanuel Kant

Der evangelische Religionsunterricht ermöglicht den Schülerinnen und Schülern auf Grundlage der biblischen Überlieferung eine Auseinandersetzung mit elementaren Fragen:

  • Wo komme ich her?
  • Wie kann ich unsere Welt mitgestalten?
  • Wie gehe ich mit anderen Menschen um?
  • Wieso gibt es Leid in der Welt?
  • Worauf können wir hoffen?

Die Bibel und die frohe Botschaft des Evangeliums von Jesus Christus werden dabei auch auf spielerische und kreative Weise entdeckt. Dies geschieht durch die Erstellung einer eigenen Bibel-Bibliothek und von Comics zu biblischen Geschichten.

Martin Luthers Entdeckung und die Geschichte der Reformation als Grundlage des evangelischen Bekenntnisses sind ebenfalls zentrale Themen des Unterrichtes. Die Schüler lernen Gemeinsamkeiten und Unterschiede zu anderen christlichen Konfessionen kennen und erschließen Möglichkeiten der Ökumene.

Die Schüler*innen lernen die Vielfalt der Glaubensinhalte, Rituale und Lebenswelten der Weltreligionen kennen. Sie bereiten sich auf die Realität und die Chancen und Herausforderungen eines zunehmend multireligiösen Umfelds in Deutschland vor, indem sie Möglichkeiten des interreligiösen Dialoges und eines respektvollen Miteinanders diskutieren.

Unterrichtsinhalte werden immer kreativ angewendet. So gestalten die Schüler zum Beispiel eine Pilgerreise auf den Spuren des Buddha, kreative Beiträge zu einer digitalen „Themenwoche Tod und Sterben“ oder lebhafte Debatten zur Frage, ob und wie sich Kirche in aktuelle politische und gesellschaftliche Themen einbringen sollte.

Die Exkursion in die Erfurter Synagoge ermöglicht die Entdeckung der Vielfalt und lange Tradition jüdischen Lebens in Thüringen.

Aktuelle Ereignisse machen uns deutlich, dass unsere Welt rasanten Veränderungen unterliegt. Das Unterrichtsfach Geografie sensibilisiert unsere Schüler*innen hinsichtlich der Schönheit, Einzigartigkeit, Vielfalt und Verletzlichkeit unserer Erde und verdeutlicht die Verantwortung jedes Einzelnen zur Erhaltung unserer Lebensräume. Mit Hilfe von ausgewählten Raumbeispielen erlangen unsere Schüler*innen Einblicke in die komplexen Wechselwirkungen naturwissenschaftlicher Zusammenhänge und gesellschaftlicher Prozesse um kreative, komplexe Lösungen für eine sichere, nachhaltige Zukunft zu entwickeln. Wir starten mit regionalen Beispielen in Thüringen und Deutschland um die Auswirkungen des eigenen Handelns zu verdeutlichen. In den folgenden Jahren übertragen wir dieses Wissen auf andere Kontinente, um globale Probleme zu analysieren und vernetztes Denken zu festigen. Beispielhafte geographische Themenkomplexe sind Klimawandel, Globalisierung, Stadtentwicklung, Wirtschaft und Naturkatastrophen. Dabei erweitern die Schüler*Innen durch den Einsatz verschiedener Medien und Methoden ihre Kompetenzen.

Ihr anwendungsbereitetes Wissen können die Schüler*innen in dem jährlich stattfindenden Geographiewettbewerb überprüfen und sich klassenübergreifend vergleichen.

Das Fach Wirtschaft/Recht bietet den Schüler*innen eine praxisnahe Einführung in die fundamentalen Aspekte der Wirtschaftswissenschaften und des Rechtssystems in einer Weise, die direkt auf ihre Lebenswelt anwendbar sind. Durch den Unterricht werden die Schülerinnen und Schüler ermutigt, ökonomische und rechtliche Zusammenhänge in ihrem Leben wahrzunehmen, zu erkennen und zu verstehen.

Der Unterricht beleuchtet praktische Fragen wie Verbraucherrechte, Vertragsrecht, volkswirtschaftliche und betriebswirtschaftliche Zusammenhänge sowie auch wirtschaftliches Handeln im Alltag.

Durch reale, aktuelle Fallbeispiele aus der deutschen, europäischen aber auch Weltwirtschaft werden die Schüler*innen ermutigt, ökonomische und rechtliche Entwicklungen in ihrer Umgebung zu beobachten und zu analysieren. Dieser lebensnahe Ansatz fördert nicht nur das Verständnis für die Wechselwirkung zwischen der vermittelten Theorie und dem Alltag der Schüler*innen, sondern ermöglicht es ihnen auch, aktiv an ihrer eigenen sozioökonomischen Umgebung teilzuhaben und informierte Entscheidungen für ihr zukünftiges Leben zu treffen.

„Was, wenn Worte allein nicht reichen, um Wege zueinander zu finden?
Was, wenn ich das, was ich sehe, in mir wahrnehme, so leicht nicht in Worte fassen kann?“

Dann brauche ich andere Ausdrucksformen, um zu sprechen …

Dem Unterricht im Fach Kunsterziehung wird am Heinrich-Böll-Gymnasium eine besondere Beachtung geschenkt. Neben der Vermittlung von kunsthistorischem Basiswissen und künstlerisch-praktischen Grundfertigkeiten in allen Jahrgangsstufen 5 bis 12 werden vielfältige Angebote von Ausstellungsbesuchen, künstlerischen Projekten und Wettbewerben gern in die Unterrichtsarbeit integriert. Als langjährige Kooperationspartner sind hier das Stadtmuseum und die Saale-Galerie in Saalfeld zu nennen. Offene Arbeitsformen, die individuelles Gestalten zulassen, spielen dabei im Unterricht eine tragende Rolle, so dass unsere Schülerinnen und Schüler Kunst als einen lebendigen, individuellen, aber auch gemeinschaftlichen Prozess verstehen lernen.

Schülerinnen und Schüler, die im kreativ-gestalterischen Bereich besonders interessiert sind, können sich ab Klassenstufe 9 durch wahlobligatorische Einwahl in den musisch-künstlerischen Zweig vertiefend mit Herausforderungen des Darstellen & Gestaltens weiterentwickeln. Fächerübergreifende Bezüge im Theaterspiel zu den beiden anderen Unterrichtsfächern Kunsterziehung und Musik werden im musisch-künstlerischen Zweig projektartig greifbar vermittelt. Insbesondere auch bei der Vorbereitung von regelmäßigen Werkschauen oder anderen öffentlichkeitsbezogenen Veranstaltungen arbeiten alle drei Fächer zusammen.

Mit einer Entscheidung für den vertiefenden Unterricht im musisch-künstlerischen Zweig wird – sofern beabsichtigt – zugleich auch der Weg für eine Einwahl in das Leistungsfach Kunsterziehung (erweitertes Anforderungsniveau mit spezifischer schriftlicher Abiturprüfung) ab Klassenstufe 11 geebnet, was seit vielen Jahren eine Besonderheit in unserem Schulprofil darstellt.

Künstlerisches Tun sehen wir als einen Raum, der nicht nur für Interessierte und Begabte eine Nische bietet, sondern zu allererst die Grundkompetenz des kreativen und damit problemlösenden Denkens fördert. Im Weiteren aber lässt es, wie schon Johann Wolfgang von Goethe andeutete,

… für das Unsagbare eine Gestalt finden und damit Verständigung auf einer tieferen
menschlichen Ebene möglich werden.

Eine Musikstunde ohne Singen und Musizieren ist am Heinrich-Böll-Gymnasium eine echte Rarität. Denn „Musik machen“ und darüber Freude an der Musik entwickeln, verschiedene Musik erfahren und Gemeinschaft erleben sind zentrale Anliegen.

Stimme
Ein Schwerpunkt liegt auf der altersgerechten Ausbildung der kindlichen Stimme und dem gesunden Einsatz beim Singen. Über die Schuljahre hinweg wird ein vielseitiges Liedrepertoire aus unterschiedlichen Epochen und Stilrichtungen aufgebaut. Von regionaler Volksmusik über Jazz, Gospel, Filmmusik bis hin zu Rock- und Popmusik ist für alle Geschmäcker und Stimmen etwas dabei. Die musikalischen Interessen der Schüler*innen werden in diesem Zusammenhang berücksichtigt und deren Vorschläge bei der Auswahl der Lieder einbezogen. Besonders Singbegeisterte können diese Leidenschaft im Schulchor vertiefen.

Musikalische Zeitreise – von Mittelalter bis Moderne
Ein weiterer Bestandteil des Musikunterrichts ist die Auseinandersetzung mit Musik in ihren stilistischen und geschichtlichen Zusammenhängen.
So geht es auf eine klangvolle Zeitreise durch die Epochen der Musikgeschichte – vom Mittelalter, über Renaissance, Barock, Klassik und Romantik bis hin zu den vielfältigen Ausdrucksformen des 20. und 21. Jahrhunderts im sogenannten Stilpluralismus.
Dabei lernen die Schüler*innen nicht nur Komponist*innen und Schlüsselwerke kennen, sondern entdecken auch, wie sich Musik, Kunst, Kultur, Politik, Gesellschaft und Technik gegenseitig beeinflussen. Weitere Themen wie Jazz und Improvisation, Filmmusik und Sounddesign, Musiktheater und Oper sowie die Analyse verschiedener Stile und Sounds populärer Musik machen den Unterricht abwechslungsreich, praxisnah und aktuell.
Durch verschiedene Hörbeispiele, praktische Übungen, kreative Projekte und eigene Interpretationen wird Musikunterricht unterhaltsam, lebendig und erfahrbar.

Theorie trifft Praxis
Beide Musikräume sind mit verschiedenen Instrumenten ausgestattet – von grundlegendem Orff-Instrumentarium bis hin zu Gitarre, Schlagzeug und vielem mehr. Diese werden unter anderem zur Begleitung und Gestaltung von Musikstücken genutzt oder zur Veranschaulichung und Anwendung musiktheoretischer Themen.
Das Kennenlernen verschiedener Instrumente und die Entwicklung von grundlegenden Fertigkeiten wird in verschiedenen Projekten forciert und in Kooperation mit der Kreismusikschule Saalfeld und der TonArt Musikschule umgesetzt.

„Music is enough for a lifetime, but a lifetime is not enough for music.“ – Sergei Rachmaninow
Es ist eine Herzensangelegenheit, unsere Schüler*innen für Musik zu begeistern, sie zu befähigen, sich vielseitig mit diesem wunderbaren Zeitvertreib auseinanderzusetzen, Interesse an Musik und Musizieren zu fördern, Offenheit gegenüber aller Musik zu entwickeln, Musik zu hören, zu hinterfragen, zu verstehen, zu beurteilen – und vor allem: ein Leben lang Freude daran zu haben.
Musik verstehen wir als eine lebendige, gemeinschaftliche, kreative Erfahrung, die weit über Schule und Unterricht hinaus wirkt.

Im Wahlpflichtbereich der Klassen 9 & 10 haben wir folgende Angebote:

„Darstellen und Gestalten” ist ein künstlerisches Fach, das am Gymnasium in Thüringen ab der 9. Klassenstufe angeboten wird und bis zum Erwerb der Allgemeinen Hochschulreife führt. In der Oberstufe (Klasse 11 und 12) besteht die Möglichkeit, DG mit grundlegendem Anforderungsniveau fortzusetzen und am Ende der Klasse 12 eine mündliche Prüfung, bestehend aus einem spielpraktischen und einem theoretischen Teil, zu absolvieren.

Das Hauptziel des Faches ist die Entwicklung einer umfangreichen theaterästhetischen Handlungskompetenz. Die Schüler*innen setzen sich auf kreative Art und Weise mit der Welt auseinander, versuchen sie zu begreifen, zu gestalten und zu beurteilen. Die Kursteilnehmer*innen werden u.a. in den Bereichen Theater, Tanz, Musik und bildende Kunst gefördert, sie lernen, ihre Persönlichkeit zu entwickeln, ihren Ideen und Gedanken auf künstlerische Weise Ausdruck zu verleihen. Hierbei schulen sie ebenfalls die Selbstwahrnehmung, das Selbstbewusstsein und den Teamgeist.

Handlungsorientierung und Spielpraxis kennzeichnen den Unterricht, der neben Theatertheorie viele Projektaufgaben bewältigt und die Außenwirkung der Schule unterstützt.

Wir gestalten aktiv unser Schulleben, zum Beispiel durch die Organisation und Durchführung schulischer Höhepunkte.

Im Jahr 2023 beispielsweise inszenierten die 9. Klassen zur Museumsnacht einen Kriminalfall im Stadtmuseum, die 10. Klassen nahmen erfolgreich an den Schülertheatertagen in Rudolstadt teil und berührten zur Premiere ihres Theaterstückes „Ausbruch“ ihr Publikum.

In diesem Sinne viel Vorfreude bei der Einwahl in Darstellen und Gestalten.

„Fantasie ist wichtiger als Wissen, denn Wissen ist begrenzt.“

Albert Einstein

Medien und Informatik nehmen einen immer größer werdenden Teil in unserem Leben ein. Es gilt also unseren Schüler*innen die Chancen und Risiken dieses Mediums bewusst zu machen.

Im Fach Medienkunde werden mit unseren Schüler*innen die Grundlagen im Arbeiten mit digitalen Arbeitsmitteln, effektiver Recherche (Auffinden geeigneter Quellen, Hinterfragen der Inhalte) und guter Präsentationen (Benutzung des Programms Power-Point und ab Klasse 9 keynote) erarbeitet.

Dabei spielt die Erstellung von anspruchsvollen PDFs eine große Rolle.

Es werden darüber hinaus stets auch die Gefahren und Probleme bei der Benutzung des Internets und der Social Media (Datenmissbrauch, Recht am Bild, Fake-News) thematisiert.

Um der rasanten Entwicklung im Computerwesen gerecht zu werden, wird im neuen Fach Informatik und Medienbildung auch stärker auf die technischen Aspekte eingegangen. Unsere Schüler*innen lernen die Arbeitsweise und den Aufbau eines Computers kennen. Neben dem sicheren Umgang mit Office-Programmen erlernen die Schüler*innen ebenfalls Grundlagen in der Programmierung. Im Wahlpflichtbereich lernen die Schüler*innen die historische Informatik kennen und verknüpfen dabei die Entwicklung der Kommunikationstechnik mit aktuellen Fragen der Kommunikation.

Im Fach Naturwissenschaften und Technik werden die überfachlichen und naturwissenschaftlichen Kompetenzen der Schüler*innen sowie deren Interessen an wissenschaftlichen Themen und Arbeitsweisen gefördert. Die im Lehrplan aufgeführten Themen stehen während des Unterrichts als Orientierung zur Verfügung und geben Impulse für selbstorganisiertes, projektorientiertes Lernen, welches durch die Lehrkraft angeleitet und begleitet wird. So kann der Freiraum geschaffen werden, eigenständig zu experimentieren und komplexe Fragestellungen zu bearbeiten.

Die Ergebnisse der Erarbeitungen fließen in das Schulleben sowie den Wettbewerb „Jugend forscht“ ein. Deshalb legt der NT-Unterricht ein besonderes Augenmerk auf die Entwicklung von Medienkompetenz. Die Technik ermöglicht neue Wege der Datenerfassung, Modellbildung, Informationsbeschaffung und Ergebnispräsentation, welche gemeinsam entdeckt, erkundet und genutzt werden, um unsere Schüler*innen bestmöglich auf die Anforderungen der modernen Wissensgesellschaft vorzubereiten.

Das Wahlpflichtfach Gesellschaftswissenschaften (GeWi) kann in Klassenstufe 9 und 10 belegt werden und ist ein interdisziplinäres Fach, das Themen und Perspektiven aus Sozialkunde, Geschichte, Geografie, Wirtschaft/Recht, Ethik und Religion kombiniert, um das Zusammenleben in unserer Gesellschaft möglichst ganzheitlich in den Blick zu nehmen. Die Auseinandersetzung mit unterschiedlichen Lebenswelten und Handlungen von Menschen und ihren Wertvorstellungen bezieht darüber hinaus auch Inhalte und Kompetenzen aus weiteren Fachbereichen wie Deutsch, Kommunikationswissenschaften oder Psychologie ein.
Schwerpunktthemen des Fachs stellen dabei
  • Konsumverhalten und Lebensstile,
  • Individualisierung als gesellschaftlicher Trend,
  • Kommunikation im Alltag und der digitalen Welt sowie
  • der Wandel der Arbeitswelt
dar. Zudem haben die Gewi-Kurse in der Vergangenheit mehrere Juniorwahlen zur Europa-, Landtags- und Bundestagswahl an unserer Schule organisiert und durchgeführt. Zentrales Herzstück des GeWi-Unterrichts ist die projektorientierte Arbeit, bei der Schüler*innen selbst interessengeleitet von der ersten Projektidee über die konkrete Planung bis zur Ausführung und Reflexion verantwortungsbewusstes und engagiertes gesellschaftliches Handeln in einer demokratischen Gesellschaft erproben. Dabei entstehen Projekte i.d.R. dort, wo ein gesellschaftlicher Bedarf besteht und mit schulexternen Partnern kooperiert werden kann. So entstanden in der Vergangenheit bereits kreative und gewinnbringende Projekte wie bspw.
  • die Gründung des „SSD“ (Schulsanitätsdienst) am HBG in Kooperation mit dem Deutschen Roten Kreuz
  • „Austausch der Generationen“ – Austauschprojekt über das Leben in unterschiedlichen Zeiten zwischen Schüler*innen des HBGs und Senioren der Stadt Saalfeld mit Unterstützung des Seniorenbüros Saalfeld
  • „Rezepte zum glücklichen Leben“ – Kooperation mit der Seniorenbegegnungsstätte Saalfeld mit Zeitzeugenarbeit und der Erforschung des Themas Demenz
  • „Kinder für Toleranz“ – ein kindgerechtes Aufklärungsprojekt zu Rassismus, Sexismus und Queerfeindlichkeit in Kooperation mit den 4. Klassen der Marco Polo Grundschule
  • „Interview der Generationen“ – ein Kooperationsprojekt zum Vergleich von Lebensvorstellungen von Kindern des Kindergartens Am Goldfischteich und Schüler*innen des HBG
  • „Weiße Rose“ – ein historisch orientiertes Graffitiprojekt in Kooperation mit dem Klubhaus Saalfeld
sowie weitere Projekte in Wettbewerbskontexten.

Im Vordergrund des GeWi-Unterrichts steht die Steigerung gesellschaftswissenschaftlicher Urteilsfähigkeit, die Ausbildung mündiger und selbstbestimmter Bürger sowie die Unterstützung der individuellen Identitätsbildung im Prozess der selbstwirksamen Selbsterkenntnis und Selbstgestaltung.

„Sport frei, und Spaß an der Bewegung“ ist das Motto im Sportunterricht am HBG. 

Neben der körperlichen Entwicklung in den Lernbereichen Fitness, Basketball, Gerätturnen, Volleyball, Leichtathletik, Tischtennis, Badminton und Hockey werden über den Sportunterricht auch die persönliche und soziale Kompetenz der Schülerinnen und Schüler gefördert. 

Um die Freude am Sport zu fördern, gestaltet das HBG im Laufe eines Schuljahres folgende sportliche Höhepunkte, die seit Jahren aus dem Schulalltag nicht mehr wegzudenken sind: 

  • Schulmeisterschaft im Basketball in den Klassenstufen 5-10 
  • Klassen- und Einzelwettbewerb im Skilanglauf/Sportlager in Klassenstufe 5
  • Zentrale Turnleistungskontrolle der 10.Klassen
  • Leichtathletiksportfest für die Klassenstufen 5-8 und Sporttag in den Klassenstufen 9/10 / Kampfgericht Klassenstufe 11-12 
  • Schulmeisterschaft im Volleyball in den Klassenstufe 6-10 

Neben den traditionellen Schulsportwettbewerben nimmt das HBG mit verschiedenen Klassenstufen an Wettkämpfen im Schulamtsbereich teil:

  • Kreisausscheid „Jugend trainiert für Olympia“
  • Leichtathletik
  • Basketball
  • Fußball
  • Volleyball
  • Hochsprung
  • Crosslauf

Außerdem arbeiten die Sportvereine unserer Region eng mit dem HBG zusammen und bieten eine vielfältige sportliche Betreuung für die Schüler des HBG. Die Schüler des HBG trainieren dabei in folgenden Vereinen und Sportarten:

Der Sportunterricht am HBG möchte Wissen und Fertigkeiten im Bereich Bewegung, Spiel und Sport vermitteln, das Gesundheitsbewusstsein stärken und wichtige soziale Kompetenzen wie Teamfähigkeit, Fairness und den Umgang mit Erfolg und Misserfolg schulen.

Im Seminarfach werden unsere Schüler*innen ab Klassenstufe 10 gezielt auf universitäres Lernen und Arbeiten vorbereitet. Vom Umgang mit Fachliteratur über die Planung größerer Projekte bis hin zum sicheren Auftritt vor Publikum entwickeln die Lernenden ihre Kompetenzen im fachlichen, methodischen und sozialen Bereich begleitet durch ein Team erfahrener Lehrkräfte bis zum Abitur stetig weiter.

An den sogenannten Seminarfachtagen der Klassenstufe 10 werden die Grundlagen des Faches vermittelt. Wissenschaftliche Arbeitsmethoden, die eine strukturierte Arbeitsweise und Selbstorganisation fördern, sowie Gruppen- und Themenfindungsprozesse können hier geübt und unterstützt werden. Im Bereich der Themenfindung wird Wert auf eine Anbindung an die Region gelegt: Lokale und nachhaltige Fragestellungen, zum Beispiel im kulturellen, wirtschaftlichen oder wissenschaftlichen Kontext, bieten vielfältige Anknüpfungspunkte und zeigen die Relevanz wissenschaftlichen Arbeitens für den Alltag im Landkreis. Insgesamt ergeben sich vielfältige Schnittstellen zwischen Schule und Wirtschaft, die für die berufliche Orientierung wichtig sein können.

In Klassenstufe 11 rückt die Arbeit am individuellen Thema in den Mittelpunkt. Die Schüler*innen recherchieren, strukturieren ihre Ergebnisse und wenden die erlernten wissenschaftliche Arbeitsweisen aktiv an. Durch regelmäßige Konsultationen mit den betreuenden Lehrkräften sowie die Zusammenarbeit mit externen Fachbetreuern wird ihre Arbeit kontinuierlich reflektiert und weiterentwickelt. 

In Klassenstufe 12wird die Arbeit am Seminarfach abgeschlossen und in Form der Abgabe der schriftlichen Arbeit sowie der Verteidigung im Kolloquium präsentiert. Dabei geht es nicht nur um fachliche Inhalte, sondern auch um die Fähigkeit, überzeugend zu argumentieren und die individuellen Ergebnisse nachvollziehbar darzustellen. 

So werden im Seminarfach Kompetenzen erworben, die weit über die Schulzeit hinausreichen: eigenständiges Arbeiten, kritisches Denken, Verantwortungsbewusstsein und die Fähigkeit, komplexe Fragestellungen nachhaltig und lösungsorientiert zu bearbeiten. Die Seminarfachleistung kann als eine mündliche Abiturprüfung eingebracht werden.

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