Lebenswelten – eine Schülerausstellung in der Saale-Galerie

„Ich bin doch keine Maschine. Ich bin ein Mensch aus Fleisch und Blut.”

Mit diesen Worten eröffneten die Schüler*innen am Abend des 31.01.2026 ihre Vernissage in der Saale-Galerie und luden die Gäste ein, einen kurzen Einblick in ihre Lebenswelten zu erhaschen, denn was ist menschlicher als Kunst und das Bedürfnis, solche zu erschaffen?

Die Ausstellung „Lebenswelten”, welche in Zusammenarbeit mit der Saale-Galerie entwickelt wurde, zeigt die kreativen Arbeiten der Klassenstufen 5-12 des Heinrich-Böll-Gymnasiums und bietet somit einen Einblick in den Kunstunterricht unseres Gymnasiums.

Die Vernissage zur Eröffnung der Ausstellung am vergangenen Samstag war so vielfältig wie die Werke und Künstler*innen selbst. Cello- und Klavierstücke, eine kurze Vorführung einiger DG-Schüler*innen der Oberstufe sowie eine kurze Rede und Danksagung eröffneten die Veranstaltung und stimmten die Gäste auf die kreativen Projekte ein.

Für die jungen Künstler*innen ist es aufregend, ihre eigenen Werke in einer öffentlichen Ausstellung zu sehen, besonders wie die eigene Kunst durch andere Augen wahrgenommen und interpretiert wird. Jedes Werk hat seine eigene Geschichte und trotzdem so viele verschiedene, da sich die Kunst bei jedem Gast ein bisschen verändert, ein bisschen individualisiert und im Inneren eines jeden neugierigen Betrachters eine andere Erzählung für das Gesehene entsteht. Die Schüler*innen laden ein in ihre Lebenswelt, ermöglichen aber gleichzeitig eine Verknüpfung mit der eigenen. Und entfaltet sich damit nicht erst die wahre Magie der Kunst, wenn sich die Gedanken der Künstler*innen mit den Gedanken der Betrachter*innen verbinden und etwas Neues entsteht?

Die Ausstellungstücke bieten einen guten Einblick in den Kunstunterricht im Allgemeinen, aber auch in die jungen Künstler*innen an sich. Über die Wände der Galerie erstrecken sich bunte Zeichnungen von Städten, Ergebnisse von Linol- und Rhenalon-Drucken, Architekturzeichnungen und ganze Stadtentwürfe, Selbstportraits, Schmuckdesign, Einblicke in eine Dystopie sowie die Welt der Fruchtgöttin Pandora. Ausgestellt sind die Werke als vorher ausgewählte Einzelstücke, aber auch als ganze Klassen- bzw. Kurssätze.

Die Ausstellung selbst ist vom 31. Januar bis zum 28. Februar für alle Interessierten geöffnet. Dafür geht ein großer Dank an Frau Beyer und alle weiteren Mitwirkenden der Galerie – für die tolle und angenehme Zusammenarbeit auf Augenhöhe und die Möglichkeit der Ausstellung. Außerdem natürlich auch ein großer Dank an die Schüler*innen, die ihre Werke und Weltperspektiven mit den Gästen teilen und die Vernissage und Ausstellung gestaltet haben sowie den Kunstlehrerinnen Frau Baudisch und Frau Perciado, die im Rahmen des Kunstunterrichtes die Künstler*innen fördern, unterstützen und deren Kreativität Raum geben.

von Joy Petermann
AG Redaktion und Technik

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