Am 2. Dezember unternahmen die 12. Klassen eine eindrucksvolle und zugleich herausfordernde Exkursion zur Gedenkstätte Buchenwald. Im Mittelpunkt stand eine rund dreistündige Führung über das Gelände des ehemaligen Konzentrationslagers. Der Guide, der die Gruppe begleitete, zeichnete sich durch große Empathie und Sachkenntnis aus. Immer wieder regte er die Schülerinnen und Schüler dazu an, über das Gesehene nachzudenken, Bezüge zur Gegenwart herzustellen und die Motive der Täter kritisch zu hinterfragen. Durch diese dialogische Form der Vermittlung wurde die historische Erfahrung besonders intensiv und persönlich erfahrbar.
Im Anschluss besuchten die Schülerinnen und Schüler die Dauerausstellung. Dort arbeiteten sie eigenständig mit Aufgaben, die vor allem auf die Auseinandersetzung mit einzelnen Biografien von Häftlingen abzielten. Diese Begegnungen mit individuellen Lebenswegen machten die Dimensionen von Leid, Willkür und Widerstand in der NS-Diktatur besonders deutlich.
Die Exkursion war eingebettet in eine umfassende Vor- und Nachbereitung im Unterricht. Bereits zuvor hatten die Lernenden in Partnerarbeit Themen zur Zeit des Nationalsozialismus erarbeitet, darunter Aspekte des Alltags in einer Diktatur. In der Nachbereitung vertieften sie ihre Eindrücke in Gruppenarbeit. Ziel war es, das Leben unter diktatorischen Bedingungen zu reflektieren und die eigenen Handlungsmöglichkeiten als freie Menschen in einer demokratischen Gesellschaft bewusst wahrzunehmen.
Der Besuch der Gedenkstätte Buchenwald trug damit wesentlich dazu bei, historisches Wissen mit persönlicher Verantwortung zu verbinden und die Bedeutung demokratischer Werte eindrücklich zu vermitteln. In Gedenken an die getöteten Inhaftierten und die Zwangsarbeiterinnen legten die Schülerinnen und Schüler an den Gedenktafeln Rosen nieder.
von Ina Schubert





