„Die Welle“- ein besonderes Theaterprojekt

„Die Welle“ – ein besonderes Theaterprojekt des Heinrich-Böll-Gymnasium in Saalfeld mit dem Schillertheater


Unter der Leitung des Intendanten Steffen Mensching, Schauspielerin Anne Kies, dem Schauspieler Markus Seidensticker und der Theaterpädagogin Alexandra Bardua aus dem Schillertheater erarbeiten 15 Schülerinnen und Schüler des Kurses Darstellen und Gestalten der Klassenstufe 10 das Theaterstück „Die Welle“ von Reinhold Tritt nach dem gleichnamigen Roman von Morton Rhue und dem Experiment von Ron Jones.

Am 22.01.2026 spielt das Heinrich-Böll-Gymnasium um 10.00 Uhr im Stadthaus Rudolstadt die erste Vorstellung. Die zweite Aufführung findet am 27.01.2026, 10.00, ebenfalls im Stadthaus statt.

Unsere Schulaufführung folgt dann am 28.01.2026, 18.00 Uhr in der Aula des Hauses B im Heinrich-Böll-Gymnasium.

Seit dem 30. Oktober 2025 arbeiten wir mit dem professionellen Theaterteam, sammeln wöchentlich viele neue Erfahrungen und verbessern nach und nach unsere schauspielerischen Fähigkeiten.
Gemeinsam entwickeln wir Szene für Szene, proben, besprechen Inhalte und unsere Spielweise. Die Arbeit mit den Profis erwies sich als unglaublich lehrreich und spannend, gegenseitiges Vertrauen und
Respekt waren dabei sehr wichtig und die Zusammenarbeit gestaltete sich sehr angenehm.
Anne, Markus, Steffen und Alexandra waren für unsere Fragen und Ideen sehr offen und steckten uns mit ihrer Spielfreude und interessanten Tipps regelrecht an. Alexandra ermutigte uns regelmäßig mit ihren Warm ups und Interaktionen mehr aus uns herauszugehen und manchmal staunten wir über uns, wie einfach das funktioniert.

Interview mit zwei Teilnehmerinnen (Josefine Geide und Helene Anders aus der 10a).


Wieso bist du bei dem Kooperationsprojekt mit dem Schiller-Theater dabei?

„Weil ich meine schauspielerischen Fähigkeiten verbessern und natürlich im Rahmen des DG Unterrichts meinen Beitrag zu einer gelungenen Inszenierung leisten möchte“ erklärt Josefine Geide (10a).

„Mich interessiert besonders, wie ein Theaterstück entsteht und wie man gemeinsam kreativ an einem Stück arbeitet“, erzählt Helene Anders (10a). „Außerdem finde ich es spannend, neue Ausdrucksweisen kennenzulernen und über wichtige gesellschaftliche Themen nachzudenken, die im normalen Unterricht sehr oft nur theoretisch behandelt werden. Die szenische Interpretation, das Einfühlen in eine Rolle helfen, die Handlungsweisen der Figuren nachzuvollziehen.

Welche Bedeutung hat das Kooperationsprojekt mit Schule und Theater? Wie nimmst du die Zusammenarbeit wahr?

„Das Kooperationsprojekt verbindet Schule und Theater auf eine sehr sinnvolle Weise. Wir lernen nicht nur Inhalte zu erschließen, sondern schulen viele soziale Kompetenzen wie den Umgang miteinander, Verantwortungsübernahme, Rücksichtnahme, Kollegialität, Verlässlichkeit, Kreativität und vor allem Kritikfähigkeit“, sagt Helene (10a) aus dem DG-Kurs. „Die Zusammenarbeit nehme ich als offen und ehrlich wahr. Die Schauspieler*innen begegnen uns auf Augenhöhe und nehmen unsere Ideen ernst, dennoch kritisieren sie manche Schwachpunkte, zeigen uns Varianten oder lassen uns an ihren Erfahrungen teilhaben. Dadurch fühle ich mich mit ihnen vertraut und ich traue mir vor allem mehr zu.“

Wie würdest du den Probenprozess beschreiben?

„Obwohl alle motiviert sind, rennen wir unserem Zeitplan ständig hinterher und müssen das Tempo beschleunigen, wenn das Stück bis zur Aufführung stehen soll, aber wir bleiben optimistisch“, erklärt Josefine Geide (10a). „Die Proben sind intensiv und es wird viel ausprobiert sowie gemeinsam an Szenen gearbeitet. Deshalb haben wir am 10.01.2026 eine Sonderprobe im Schillerhaus.“ „Die Welle“ beruht auf einer wahren Begebenheit, einem Sozialexperiment des Lehrers Ron Jones in den 1960er Jahren in den USA.

Welche Aktualität haben die Themen in „Die Welle“ heute, konkret in deinem Alltag? In welchen Kontexten begegnen sie dir?

„Die Themen aus „Die Welle“ sind meiner Meinung nach heute noch sehr aktuell. Zum Beispiel in sozialen Medien oder in der Schule begegne ich immer wieder Gruppenzwang und Ausgrenzung“, erzählt Helene (10a). „Wir wollen deshalb mit diesem Stück vermitteln, wie wichtig es ist, selbstständig zu denken.“
„In meinem Leben habe ich nicht so viele Berührungspunkte mit diesem Thema, dennoch ist es sehr aktuell, da rechte Bewegungen immer mehr Anhänger bekommen.“ äußert sich Josefine (10a).

Warum sollte man sich das Theaterstück „Die Welle“ anschauen?

„Man sollte sich unbedingt den Stück anschauen, da es die Menschen daran erinnert, dass sich die Geschichte auch nach vielen Jahren wiederholen kann, vor allem unabsichtlich“, begründet Josefine (10a).

Das Theaterstück „Die Welle“ nach dem Roman von Morton Rhue ist ein Muss, weil es verdeutlicht, wie leicht sich Menschen von autoritären Strukturen und Gruppenzwang beeinflussen lassen. Die Geschichte zeigt, wie gefährlich Manipulation und Konformität sein kann. Besonders für junge Zuschauer bietet das Stück interessante Impulse, um über die eigene Haltung und Verantwortung in einer Gemeinschaft nachzudenken. Wir wünschen uns, das Publikum emotional mitzureißen und zur kritischen Auseinandersetzung mit den angesprochenen Themen anzuregen.

Zum Schluss geht ein besonderer Dank an die Schauspielerinnen und Schauspieler des Theaters Rudolstadt, die uns dieses Projekt ermöglichten.

Besetzung:

Finja Falkenberg Erzählerin, musikalische Begleitung
Oskar Fischer Ben Ross, Geschichtslehrer
Klara Zeiß Christy Ross
Vanessa Walter Mr. Saunders
Linn Weiland Mrs. Saunders
Alexandra Nychyporchuk-Rudnyt Direktor Owens
Paula Jolie Karrenbauer Laurie Saunders
Elsa Boudignon Amy Smith
Anni-Luise Sauer David Collins, Gitarre
Helene Anders Brad Marlowe
Annieke Gerborth Brian Ammon
Jona Weidhaas Robert Billings
Josefine Geide Alex Cooper
Benjamin Geyer Carl Finnegan
Fabienne Victoria Lieske Becky Bradbury
Henrike Hayn Janet Baker
Julie Steinbach Kostüm und Requisiten
Fiona Traeger Kostüm und Requisiten
Henriette Petermann Souffleuse
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