In der Woche vom 02. bis 05. März 2026 wehte ein Hauch von Internationalität durch unser Gymnasium: Schülerinnen und Schüler aus Hermannstadt in Rumänien besuchten uns im Rahmen eines Schüleraustauschs.
Auch wenn die erste Nacht durch die frühe Ankunft unserer Gäste sehr kurz war, überwog bei allen die Vorfreude auf die gemeinsame Zeit. Am Montagmorgen um 00.30 Uhr konnten unsere Schülerinnen und Schüler ihre Gastschüler mit einer Mischung aus Müdigkeit und Aufregung endlich am Saalfelder Bahnhof willkommen heißen. In ihren Familien angekommen hieß es schnell einen kleinen Mitternachtssnack einnehmen, Gastgeschenke austauschen und von der Reise erholen.
Der Montag stand ganz im Zeichen des Kennenlernens von Schule, Gastfamilien und Kultur. Um 9.30 Uhr wurden unsere rumänischen Gäste zunächst von Herrn Burger in der Aula offiziell begrüßt. Anschließend begleiteten sie ihre Austauschpartner in den Unterricht und erhielten so einen Einblick in den deutschen Schulalltag. Bevor es am Abend wieder in die Schule ging, traf sich die Gruppe und genoss gemeinsam das sonnige Wetter in der schönen Saalfelder Innenstadt. Der besondere Höhepunkt des Tages schloss sich mit dem Thüringer Abend ab 17.00 Uhr an. Schülerinnen und Schüler, Gastschüler sowie Eltern kamen zusammen, um gemeinsam zu essen und sich kennenzulernen. Dank des Zusammenwirkens von Schule und Eltern gab es typische Thüringer Spezialitäten wie Bratwurst, Rostbrätel, Brötchen und verschiedene Salate. Später ließen viele den Abend noch gemeinsam in der Stadt ausklingen.
Einen Einblick in regionale Besonderheiten und historische Details gewannen die rumänischen Schülerinnen und Schüler am Dienstag. Zunächst besuchten die Teilnehmenden das Theater in Rudolstadt und erfuhren mehr über den Bau und die Geschichte des Hauses sowie über Friedrich Schiller. Anschließend ging es zur Heidecksburg, wo die Ausstellung “Rococo en miniature” besichtigt wurde. Im In der Manufaktur der Ankerbausteine konnten die Schülerinnen und Schüler schließlich selbst kreativ werden und erfuhren mehr über die Herstellung der berühmten Bausteine. Den Abend verbrachten die Gäste in ihren Gastfamilien.
Am Mittwoch führte eine Exkursion unsere Gäste nach Weimar. Diese diente der Ergänzung ihres aktuellen Deutschunterrichts uns dem Erkunden der Stadt. Am Abend traf sich ein Teil der Gruppe freiwillig noch einmal in der Turnhalle in Gorndorf. Dort wurde Basketball und Tischtennis gespielt, gemeinsam Pizza bestellt und viel miteinander gesprochen. Besonders viel Spaß machte es, einen rumänischen Volkstanz zu lernen und sich über Musik auszutauschen.
Mit dem Donnerstag stand auch schon das Ende der gemeinsamen Zeit an. Bei strahlendem Sonnenschein konnten im Rahmen einer Führung unter anderem die historischen Stadttore besichtigt werden, die den Blick über die gesamte Stadt sowie deren Geschichte erweiterten. Nach einem gemeinsamen Mittagessen verabschiedeten sich die Jugendlichen voneinander – es wurden letzte Kontakte, liebe Worte und Grüße ausgetauscht und die Vorfreude auf den Rückaustausch bekundet. Der Austausch war für alle Beteiligten eine spannende und bereichernde Erfahrung. Viele Schülerinnen und Schüler berichteten von interessanten Begegnungen, neuen Eindrücken und kulturellen Unterschieden. Gleichzeitig wurden unsere rumänischen Gäste als besonders offen und herzlich wahrgenommen.
Sowohl Schulleitung, als auch Schülerinnen und Schüler sowie Lehrerinnen und Lehrer sind dankbar für das Engagement aller Beteiligten, die diesen Austausch ermöglicht haben. Begegnungen wie diese zeigen, wie wertvoll europäische Schüleraustausche sind. Wenn junge Menschen sich kennenlernen, gemeinsam Zeit verbringen und voneinander lernen, entstehen Freundschaften und ein besseres Verständnis füreinander. Genau solche Erfahrungen machen Mut und geben Hoffnung auf eine gemeinsame, friedliche Zukunft in einem vereinten Europa.
von A. Eberhardt & R. Schröter





